Auf dieser Seite wollen wir Ihnen die einzelnen Behandlungsmethoden etwas näher erklären.

Was ist PNF?
PNF - Abkürzung für Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation.
PNF ist ein Behandlungskonzept von physischen Funktionsstörungen.
= Methoden der Erleichterung im Zusammenspiel von Muskeln und Nerven durch adäquate Stimulation. Anwendung v.a. bei neurologischen Erkrankungen.

Was ist Fußreflexzonentherapie?
Fußreflexzonentherapie ist eine Regulationstherapie des gesamten Organismus. Über eine verkrampfte Muskulatur am Fuß kann eine reflektorische Wirkung auf Organe durch Energieübertragung erzielt werden (eine Art Akupressur).

Was ist CMD?
CMD -
Abkürzung für Cranio Mandibuläre Dysfunktion.
CMD ist die Behandlung schmerzhafter Funktionsstörungen der Kiefergelenke. Hier wurden u.a. unter manualtherapeutischen Techniken Dysbalancen von Kieferöffner und Kieferschließer behandelt. Dazu zählen z.B. Knack-, Reibe- und Gelenkgeräusche.

Was ist Bobath?
Vom Säugling bis ins hohe Lebensalter werden Patienten nach dem Bobathkonzept erfolgreich behandelt. So wird die Bobaththerapie z.B. bei Säuglingen, die vor oder unter der Geburt einen Sauerstoffmangel erlitten haben, ebenso eingesetzt, wie bei Erwachsenen nach einem Schlaganfall.

Insgesamt findet das Therapiekonzept nach Bobath seinen Einsatz bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems (z.B. nach einem Schlaganfall, bei Multipler Sklerose, Morbus Parkinson) oder anderen neurologischen und neuromuskulären Erkrankungen (wie z.B. Stoffwechselerkrankungen). Es richtet sich an Patienten mit sensomotorischen Auffälligkeiten, aber auch kognitiven Beeinträchtigungen.

In der Bobaththerapie wird der Mensch in seiner ganzen Persönlichkeit betrachtet. Ziel ist es, ihm die größtmögliche  Selbständigkeit in seinem Lebensumfeld zu ermöglichen.

Die Physiotherapeutin Berta Bobath (1907-1991) stellte bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten fest, dass durch gezielte Haltungen und Griffe Spastizität reduziert werden kann (Reflexhemmung). So wurden den Patienten qualitativ bessere Bewegungsmuster ermöglicht. Karel Bobath (1906-1991) hat als Neurologe die von seiner Frau beobachteten Reaktionen wissenschaftlich untermauert. Die zunächst bei erwachsenen Patienten ausgeübte Behandlung wurde einige Jahre später auch an spastischen Kindern praktiziert. Funktionelle Bewegungsabläufe konnten durch spastikhemmende Maßnahmen wieder eingeübt werden.

So entstand das Bobathkonzept, das stetig weiterentwickelt wurde und heutzutage ohne Alterseinschränkung anwendbar ist. Seit 1970 nannten Karel und Berta Bobath ihr Konzept Neuro-Development-Treatment (NDT). Dieser Begriff hat sich weltweit durchgesetzt. In Deutschland ist der Begriff Bobaththerapie gebräuchlich.

Wenn Physiotherapeuten in der Bobaththerapie ihre Patienten untersuchen und behandeln, steht die Bewegungsentwicklung und die Qualität der Bewegung im Vordergrund.

Zur Therapie gehören unter anderem :

Auch der Umgang mit Hilfsmitteln sowie die Anleitung von Bezugspersonen gehören zum Therapieprogramm. Bei jedem Patienten wird versucht, sein vorhandenes Potential optimal zu nutzen, um seine Aktivitäten zu verbessern und seine Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu vergrößern.

Wer kann nach dem Bobathkonzept behandeln?
Das Bobathkonzept sieht eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Pädagogen und Pflegefachkräften vor.
Physiotherapeuten erwerben das Grundwissen für die Bobaththerapie in ihrer Ausbildung. Allerdings setzt ein optimales Behandlungsergebnis eine spezielle Fortbildung nach dem Bobathkonzept voraus, die mit einem Zertifikat abgeschlossen wird.

Was ist Manuelle Therapie?
Schmerzen, veränderte Beweglichkeit und Kraftverlust deuten auf eine Funktionsstörung des Bewegungsapparats hin. Ob Hexenschuss, Kopfschmerzen oder ein sogenannter Tennisellenbogen - hier hilft die Manuelle Therapie ebenso wie bei Bewegungseinschränkungen nach Verletzungen mit langer Ruhigstellung.

In der Behandlung will die Manuelle Therapie Schmerzen lindern und das physiologische Zusammenspiel zwischen Gelenken, Muskeln und neuralen Strukturen wieder herstellen. Dazu werden bewegungseingeschränkte Gelenke mobilisiert und instabile Gelenke z.B. durch gezielte Kräftigung stabilisiert.

Dabei kommen sowohl weiche, mobilisierende Techniken durch den Therapeuten als auch aktive Übungen des Patienten zur Eigenmobilisierung oder Stabilisierung zum Einsatz. Der Patient erhält ein häusliches Übungsprogramm, das die Arbeit des Physiotherapeuten in der Manuellen Therapie unterstützt.

In der Manuellen Therapie stehen für Physiotherapeuten bei ihrer spezifischen Befunderhebung und Behandlung des Patienten die Funktionsstörungen des Bewegungsapparates im Vordergrund.

Zur Therapie gehören u.a.:

Adäquate Informationen zu den Symptomen, Behandlungszielen und verwendeten Techniken sowie die Beratung zu sinnvollem Verhalten in den Bereichen Beruf, Freizeit und Sport sind wesentlicher Bestandteil einer manualtherapeutischen Behandlung. Ziel ist die Wiederherstellung der körperlichen Belastbarkeit des Patienten gemessen an seiner individuellen Alltagsbelastung und somit die Verbesserung der Lebensqualität.

Was ist Cranio-sacrale Therapie?
Cranio-sacrale Therapie ist eine ganzheitliche manuelle Behandlungsmethode, die mit Hilfe sanfter Berührung durch den Therapeuten Blockaden und Funktionsstörungen des Körpers und der Seele lösen und korrigieren kann.

Der Name ist abgeleitet von den beteiligten Knochen. Dies sind Schädel (lat. Cranium) und der Wirbelsäule bis zum Kreuzbein (lat. Sacrum). Das craniosacrale  System eines Menschen füllt und leert sich mit cerebrospinaler Flüssigkeit, die Gehirn und Rückenmark umgibt und schützt. Dieser Rhythmus kann, wie auch der Herz- und Atemrhythmus im gesamten Körper erfühlt werden. Ein Ungleichgewicht im craniosacralen System kann Funktionsstörungen der Wahrnehmung, der Motorik oder des Denkens zur Folge haben.

Durch die Behandlung werden die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert und unterstützt sowie spezielle lokale Probleme und Beschwerden aufgespürt und nachhaltig beseitigt.

Indikationen bei Erwachsenen: